In dem Buch „Wenn Sex intim wird“ habe ich eine Stelle entdeckt, die genau das beschreibt, weswegen ich auf dem Weg bin und warum ich als Heilpraktikerin Menschen auf ihrem Weg begleite.

Nach Hause kommen – Ankommen

 

Nach Hause kommen,

meint: Du Selbst zu sein,

heißt: Dein wahres Wesen leben,

heißt: empathisch mit dir Sein,

bedeutet: sich ein Leben zu erschaffen in dem du erblühst,

das dir wohlgesonnen ist,

in dem du in deiner Kraft bist

und

vielleicht, hast du deine ganz eigene Vision …

 

Oft beginnt das NACH HAUSE KOMMEN in einer Krise oder durch ein Gefühlt von Mangel verbunden mit der Sehnsucht nach mehr Zufriedenheit, Gesundheit, beruflichem Erfolg, Geld, erfüllterer Sexualität oder einer nährenderen Beziehung.

Wenn wir im Außen etwas vermissen, deutet dies, auf ein Ungleichgewicht im Inneren hin.
Meist versuchen wir zuerst am Außen etwas zu ändern, weil dies leichter erscheint. Wir wechseln die Arbeitsstelle, den*die Partner*in, die Wohnung und erhoffen uns Besserung. Nach einiger Zeit stellen wir fest, es ändert sich nichts, weil wir die Selben sind.
Das, was du wirkungsvoll ändern kannst, ist dein Inneres.

Dieser Unfrieden kommt dadurch zustande, das wir Rollen und Identitäten einnehmen und nach Überzeugungen und Glaubenssätzen leben, die uns nicht (mehr) passen. Wir haben sie durch unsere Familie, die Gesellschaft, Religion oder unseren Kulturkreis übernommen.
Doch wenn es „zwickt“, ist es an der Zeit, diese unbewusst übernommenen Gegebenheiten in Frage zu stellen: Stimmt es für MICH? Tut es mir gut?

 

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Nach Hause kommen – der Weg 

 

Nach Hause kommen bei sich selbst ist ein erfüllender und manchmal herausfordernder Prozess der sich lohnt. Das Geschenk ist ein Leben im Einklang mit dir.

 

Die erste Phase: den Unfrieden bemerken

 

Das Leben läuft nicht so wie wir wollen. Zum x-ten Mal, landen wir in der selben unbefriedigenden Situation. Es wird uns klar das wir etwas ändern möchten.

 

Die zweite Phase: Muster, Identitäten, Glaubenssätze werden aufgedeckt

 

Bist du die Frau*der Mann*die Mutter*der Vater, die*der du sein möchtest? Was denkst du über Geld? Darf dir deine Arbeit Freude bereiten? Wie ist dein Leben und an welchen Stellen, passt es für dich nicht? Wo bist du unzufrieden?

 

Die dritte Phase: das Alte loslassen

 

Dies kann sehr herausfordernd sein. Gerade, wenn man es zum ersten Mal macht. Wobei es weniger ein „machen“, als ein zulassen ist.
Wir beginnen zu sortieren und trennen uns von alten Mustern die nicht mehr passen.
Beim Loslassen können Ängste auftauchen, die wir bisher versucht haben zu vermeiden. Wir spüren vielleicht Trauer, weil wir etwas zurück lassen, das uns viele Jahre begleitet hat bzw. weil wir traurig darüber sind, wie wir gelebt haben.

Und mit Sicherheit wird Verunsicherung geben, weil wir quasi einen Schritt ins Nichts machen. Das Alte ist weg und das Neue ist noch nicht da. Doch der Mut, wird aus meiner Erfahrung heraus, belohnt.

Früher hatte ich sehr viel Angst vor dem Unbekannten. Alles musste genau geplant sein und ich musste wissen, was wann wie passiert. Mittlerweile habe ich meine Unsicherheit kultiviert und brauche viel Freiraum. Ich sage dir: es ist eine Sache der Übung. (-;

 

Die vierte Phase: Neues kreieren, etablieren und hineinleben.

 

Es wurde Platz geschaffen und sich von Altem gelöst. Es kann geschaut werden, was Neues erschaffen werden möchte.

Wie möchte ich leben? Mit wem? Wo? Wer möchte ich sein?

Meist ist es ein bestimmter Bereich und nicht alles auf einmal, den es zu ändern gilt.

Kreativität kommt zum Einsatz. Wer bisher nicht das Gefühl hatte, kreativ zu sein, kann sich überraschen lassen. Kreativität ist ein Ausdruck von Lebendigkeit. Und der unbekannte Raum in den du dich gewagt hast, fördert diese.

Lang unterdrückte innere Lebens-Impulse trauen sich an die Oberfläche, weil es nun Platz dafür in deinem Leben gibt.

 

ankommen

 

Und an dieser Stelle möchte ich noch folgenden wichtigen Hinweis geben, den ich erst nach einigen Jahren richtig klar hatte:

ERSCHAFFE DIR EIN LEBEN, DAS DIR GUT TUT.

Ich musste 34 Jahre alt werden, um durch eine Therapeutin darauf hingewiesen zu werden, dass ich eine strafende Instanz in mir habe. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir das nicht bewusst. Ja, ich war streng mit mir. Bei vergleichen kam ich meist schlecht weg und ich verurteilte mich. Aber ist das nicht normal???? NEIN!

Jetzt, wo mir diese Instanz bewusst geworden war, konnte ich einen neuen Blick auf mich etablieren: Ich begann wohlwollend auf mich zu schauen. Ich wurde eine Übende, die sich für jeden Versuch belohnte, egal wie es ausging.
Ich übe dieses WOHLWOLLEN bis heute. Jeden Tag gibt es neue Situationen in denen ich übe, gut zu mir zu sein und die Affirmationen zu stärken: „Das Leben meint es gut mit mir.“

Um das Neue zu etablieren, ist es notwendig sich bewusst dafür zu entscheiden. Das Alte/Gewohnte kann leicht ins Blickfeld kommen. Entscheide dich immer wieder zum Neuen zu schauen, bis es sich gefestigt hat.

Oft brauchen wir in der Zeit des Wandels mehr Zeit mit uns allein. Wir beginnen eine neue Beziehung zu uns aufzubauen. Wir versuchen einen neuen Sinn zu finden und unsere Wahrheit zu entdecken. Wir schauen nach innen und finden den Halt in uns.

Dies ist nährend und schenkt unserem Leben Tiefe. Wir kommen nach Hause.

NACH HAUSE KOMMEN heißt, wir fühlen uns weniger getrieben und natürlicher. Wir sind weniger abhängig von der Würdigung im Außen, weil wir uns selbst immer mehr ehren und lieben.

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Ich bin, all diese Phasen, schon viele Male durchlaufen. Immer wieder entdecke ich neue Themen die sich befreien möchten. Das NACH HAUSE KOMMEN ist ein Prozess.
Und an meinen Lehrern, die noch länger in diesem Leben unterwegs sind, sehe ich, dass die Reise immer weiter geht.
Wir kommen mehr und mehr bei uns an. Wir entblättern unser wahres Wesen Blütenblatt für Blütenblatt.

Viel Freude, Kraft und Zuversicht auf deinem Weg

Kati <3