SCHMERZ IM PARADIES

 

Langsam komme ich an diesem neuen Ort an, richte mich ein und habe Zeit mit mir zu sein.
Hier im Paradies ist Zeit Themen anzuschauen die ich weggeschoben habe, die im Alltag keinen Raum finden oder die erst in der Ferne sichtbar werden.
Altes und weniger Altes will gesehen und angenommen werden.
Es tut weh diese Wunden zu spüren.

Ein Teil von mir fragt: Lohnt sich das?
Wofür machst du das? Warum quälst du dich so?

Ich nehme all dies überall mit hin. Egal wie weit ich reise. Egal wie schön es hier ist.
Es sind Teile von mir, Erfahrungen, Erlebnisse. Das bin ich.

Es fühlt sich an wie ein GROß-REINE-MACHEN. Themen wollen ge-KLÄRT werden.
Immer wieder gehe ich ins Meer. Immer wieder atme ich tief durch. Immer wieder halte ich mich im Arm. Immer wieder sage ich ja zu dem, was gerade ist: SCHMERZ, VERZWEIFLUNG, ABLEHNUNG, NICHT WEITER WISSEN, HILFLOSIGKEIT, MICH UNGELIEBT FÜHLEN, ALLEIN SEIN.
HALLO UNWISSENHEIT. HALLO ANGST.
Dann gibt es auch Momente, in denen ich keinen Zugang zu all dem habe. Zu groß ist die Angst vor dem Schmerz, so sehr, das ich Schutz im Kopf suche. Zeit mich hinter Analysen zu verstecken.

In guten Augenblicken beobachte ich mich dabei und begleite mich, so gut ich kann, durch all dies hindurch.

8.2.2017 Koh Phangan

 

Schmerz im Paradies

Paradies